Montag, 14. November 2016

Pieve di Teco: Kleinod vor dem Verfall

Manch einer wird es schon auf dem Weg nach Pieve di Teco gesehen haben, ohne es weiter zu beachten, das alte Zollhäuschen. Es steht inmitten des Kreisverkehrs vor der Ortseinfahrt, wie auf einer Insel im Verkehrsstrom. Auf den ersten
Blick gleicht es eher einer häßlichen Bauruine, als einer kulturhistorisch bedeutsamen Stätte, so heruntergekommen und von alten Plakaten und Schmierereien verunziert, wie es ist.

Das winzige Häuschen, das eigentlich aus nur einem Raum besteht, bezeugt, wie wichtig das heute so verschlafen wirkende Pieve di Teco als Verkehrsknoten zwischen der Küste und dem Piemont einst war. Dort, wo es heute rechts ins neue Gewerbegebiet geht, entrichteten die Händler im Mittelalter die fälligen Abgaben und während der wiederkehrenden Pestepidemien mag es auch als vorgezogener Gesundheitsposten gedient haben.

Im Inneren überrascht das Gebäude mit wunderschönen Fresken, allerdings in desolatem Zustand. Das verwundert nicht, wenn der Blick nach oben wandert: Durch das Dach sieht man Sonne, Mond und Sterne. Es ist höchste Zeit, etwas zu tun, sagte sich Nicola Ferrarese von der gemeinnützigen Kulturinitiative Wepesto und hat ein kleines Video über das "Casello di Dazio von Pieve di Teco" ins Netz gestellt, in der Hoffnung, das Kleinod doch noch zu retten.


"Bitte helft uns, diesen kulturhistorischen Notfall bekannt zu machen, damit es nicht zu spät ist. Es handelt sich um eine echtes Juwel, das auch euch überraschen wird", so Ferrareses Appell.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Sie können Ihren richtigen Namen oder nur Ihre Initialen verwenden,
oder sich einen Phantasienamen geben. Machen Sie bei "Ich bin kein Roboter" ein Häkchen, das vermeidet Spam