Montag, 9. Mai 2016

Cucina Povera: Alles andere als arm

Wem Pasta, Pesto und Pizza schon zu den Ohren rauskommen und wem das Gewimmel am Meer zu Pfingsten nervt, dem sei ein Ausflug ins Hinterland empfohlen. Dort lockt an den Wochenenden im Monat Mai in 11 Restaurants und bewirtschafteten Berghütten
http://www.promimperia.it/it/eventi/1a-expo-val-prino/

das „Menu delle erbe“, das „Menü der Kräuter“ (oder auch Gewürze)“. Slow Food,  Hüter des Guten Geschmacks, zählt zu den Initiatoren. Auf den Tisch kommt die Cucina Povera, die aus der Not geborene Küche der armen Leute, so wie man sie in den Tälern von Arroscia und Tanaro seit Jahrhunderten kennt. Die Zutaten sind strikt regional. Alles, was Wald und Flur und Gemüsegarten gerade so hergeben wird frisch verarbeitet.
Breite Nudeln mit Brennnesseln, Primelsalat und wilder Spinat versprechen unbekannte Gaumenfreuden. So beginnt das Menü in der Hütte Rifugio Pian dell`Arma mit einem Löwenzahn-Flan begleitet von dem legendären Schafskäse aus Briga. Ebenfalls Slow-Food-zertifiziert, der violette Spargel aus Albenga, der zur Pasta passt, die Ofen-Kartoffeln aus Caprauna sind nicht minder bekannt und geschätzt. Die hausgemachte Panna Cotta verströmt ein betörendes Lavendel- und Veilchenaroma. Die wilden Kräuter dazu wachsen direkt vor der Haustür.
Das Ambiente in einigen der Restaurants ist recht urig, was durchaus zum Konzept der Initiative passt. Weg von der industriellen Fertigung, hin zu traditioneller Produktion.
Von den Berghütten kann man gleich losstarten zu ausgedehnten Wanderungen in die Seealpen. Noch besser man zieht den Tag andersherum auf und macht das außergewöhnlichen Mahl zum krönenden Abschluss.
Einen Tisch zu reservieren ist ratsam, sonst hat man womöglich die doch etwas längere Anfahrt umsonst gemacht.

Weitere Infos, Preise, Menüfolge (1)
Weitere Infos, Preise, Menüfolge (2)

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