Sonntag, 1. März 2015

Asbestproblem in Imperia

Die Ex-Zementfabrik ItalCemento in Imperia
Früher hat man mit Faserzement Gartenhäuser gedeckt und ganze Fabrikanlagen. Der Markenname Eternit (abgeleitet von aeternitas = Ewigkeit) wurde zum Synonym für ein Produkt, das heute wegen seines hohen Asbestanteils als
Sondermüll gilt. Ligurien ist eine der am meisten belasteten Regionen Italiens, mit Genua und La Spezia an der Spitze. Nirgendwo kommen asbestbedingte Lungenerkrankungen häufiger vor.

Auch in Imperia gibt es Problemzonen. Die seit Jahrzehnten geschlossene ehemalige Zementfabrik ItalCemento am Ufer des Impero etwa. Die auf dem riesigen Areal stehenden Produktions- und Verwaltungsgebäude, für das es bis heute keine neuen Nutzungspläne gibt, sind allesamt Eternit-verseucht. In unmittelbarer Nähe befinden sich Schulen und Kindergärten.

Gelände des ehemaligen SchlachthofsAuf der gegenüberliegenden Seite des Impero gibt es eine weitere Zeitbombe, den ehemaligen Schlachthof Imperias, lange Zeit als Sperrmüllsammelstelle genutzt und heute Sitz des Müllerentsorgers Tra.de.co. Die Probleme sind bekannt, es gab Ortsbegehungen in Schutzanzügen, aber nichts ist bisher passiert.

Die Movimento 5 Stelle hat jetzt zu diesem drängenden Thema der öffentlichen Sicherheit eine Fragestunde im Stadtrat von Imperia beantragt.