Sonntag, 1. Juni 2014

Gastherme-Wartung neu geregelt

Es gibt italienische Wörter, die kennt man als Hausbesitzer in Italien einfach. "Caldaia" ist so eines. "Gastherme" heißt das Ding auf Deutsch. Es hängt fast in jedem Ferienobjekt irgendwo an der Wand. In den nur im Sommer bewohnten Quartieren dient die
Caldaia meist nur zur Heißwasser-Erzeugung,
in den „luxuriöseren" Behausungen auch zum Heizen.

In Ligurien mußten laut Gesetz bisher die Anlage einmal im Jahr auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft und gereinigt werden. Kostenpunkt: etwa 90 Euro. Alle zwei Jahre verlangte der Gesetzgeber zusätzlich eine Messung der Abluft, was mit 5 Euro mehr zu Buche schlug.

Viele scheutn trotz der bekannten Gesetzeslage den finanziellen Aufwand und die quälende Warterei auf den Installateur und nahmen lieber in Kauf, dass sich die Lebensdauer ihrer Gastherme womöglich verkürzt. Man hat Besseres zu tun im Urlaub. Außerdem ist, so argumentieren viele, die Anlage eines Ferienhauses nur maximal sechs Monate im Jahr in Betrieb, was einem Wartungs-Zyklus von zwei Jahren entspricht.

Und wem es - wie uns - wiederholt passiert ist, dass nach der Wartung die vorher anstandslos funktionierende Gastherme ihren Dienst versagt und für teures Geld der Wärmetauscher ersetzt werden muss, der überlegt sich zweimal, ob er den Handwerker kommen lässt. Wir sind da übrigens kein Einzelfall.

Weil viele den „tagliando" (die Wartung) entsprechend lax gehandhabt haben und gerade einkommensschwache Bevölkerungskreise, sich gerne darum drücken, wird die Abgasmessung seit Juni 2014 zentral erfasst und kontrolliert. Der Installateur legt ein neues Büchlein (libretto) an (die alten libretti di centrale / di impianto werden beigelegt) und reicht eine Bescheinigung an die Provinzverwaltung weiter. Das kostet 11 Euro zusätzlich.

2015 sollen für Ligurien neue Vorschriften erlassen werden.