Freitag, 5. April 2013

Fehlinvestition in Oneglia

Wer nach seinem Samstagseinkauf auf dem Markt in Imperia-Oneglia beschließt, am Hafen einen Aperitivo oder mehr zu sich zu nehmen, kommt fast zwangsläufig an einer vor sich hinrottenenden Fehlinvestion der Stadt vorbei: dem Fisch-
Pavillon. Seit zwei Jahren steht die offene Struktur nun schon am Ende des Cuneo-Quais, aber noch nie wurde dort auch nur ein Fisch ausgenommen, gewaschen und verkauft. Wieso eigentlich nicht? Es wurden schließlich 100.000 Euro investiert, darunter auch EU-Gelder.

Die Fischer verkaufen ihren Fang lieber direkt vom Boot aus, ganz einfach weil sie so aus dem Fokus der Finanzbehörde sind und den Routinekontrollen der Capitaneria leichter entgehen. Nicht immer entsprechen nämlich die verkauften Fische den EU-Normen.
Der ungenutzte Pavillon ist – besonders gegen Abend – zum beliebten Treffpunkt geworden. Eigentlich nicht schlimm, wenn nicht am nächsten Morgen überall leere Flaschen, Papiertüten und Essensreste auf dem Boden lägen, oder gar in den inzwischen rostigen Waschbecken.

Desolat.