Mittwoch, 15. Dezember 2010

Panettone: Guglhupf auf Italienisch

Angeschnittener PanettonePanettone, das sind diese hochglanzbedruckten Schleudertäschchen am Dekoband, die ab November in den Supermärkten Italiens palettenweise die Gänge versperren. Der Hefekuchen gehört hierzulande zu
Weihnachten, wie in Deutschland der Christstollen. Wie dieser ist auch der Panettone längst ein Industrieprodukt. Das muss aber nichts bedeuten

Die Verbraucherzeitschrift altroconsumo hat in ihrer Dezemberausgabe die gängisten Marken - darunter Motta und Bauli - getestet. Von 100 erreichbaren Punkten brachte es selbst der Sieger (Panettone milanese von TreMarie) lediglich auf 65. In einigen der Panettone entdecken die Tester sogar Spuren von Schimmel, ganz zu schweigen von Farb- und Konservierungsstoffen und andere Zusätzen.

Wer auf Nummer sicher gehen will und drei Stunden Zeit erübrigen kann, backt seinen Panettone selbst. Die Zubereitung kann eine deutsche Hausfrau nicht schrecken: Letztendlich ist er nichts anderes, als ein überdimensionierter Guglhupf.

Das auch als Panettone Genovese bekannte Pandolce Liguriens hat mit den geschenkverpackten Weihnachtskuchen Mailänder Art  nichts gemeinsam. Es kann aber auf eine mindestens eben so lange Tradition zurückblicken.