Montag, 13. Oktober 2008

Einbruch im Ferienhaus Teil 2

Einbrecher am WerkNach einer Reise durchs Baltikum wieder in München, ereilte uns die unerfreuliche Nachricht, dass unser Haus in Ligurien aufgebrochen wurde. Also sofort wieder die Koffer gepackt und um 10 Uhr waren wir auf der Piste. Acht Stunden später konnten wir dann die "Bescherung"
begutachten. Die Einbrecher waren von der "netten" Sorte, d.h., sie haben außer zwei Türen nichts kaputt gemacht. Sie müssen sich mit einem Schraubenzieher oder einem ähnlich ungeeigneten Werkzeug durchs Holz gearbeitet haben. Das und die Auswahl der Beute lässt uns vermuten, dass da Frauen zu Gange waren. Alkohol haben sie verschmäht. Aus religiösen Gründen? Man versucht sich halt einen Reim drauf zu machen.


Vorhänge, Handtücher, die von den Bennet-Punti erstandene Küchenmaschine, noch originalverpackt, zwei Wolldecken, die beiden Stehlampen, der Pürierstab, Tomaten-, Bohnen- und Thunfischkonserven und zwei Brotbackmischungen haben die Besucher(innen) in den Wäschekorb gepackt und mit der Schubkarre bis unterhalb vom Tor gefahren, wo wir immer einen Parkplatz unter den Oliven frei halten. Dort muss ein Auto auf sie gewartet haben, jedenfalls fand sich dort die Schubkarre wieder.

Die Nachbarn aus der Mühle unterhalb von uns hatten gesehen, dass in unserem Haus Türen und Fenster auf standen und dachten, wir wären zurück. Erst als sich nach lautem Rufen niemand regte, sind sie stutzig geworden. Alle Schlagläden und Fenster standen offen, sowie alle Türen. Die Einbrecher wollten wohl Licht reinlassen, um ihre Auswahl besser treffen zu können und sich zugleich nach allen Richtungen einen Fluchtweg offen zu lassen. Die Stahltür oben am Rustico haben sie gar nicht erst versucht aufzubrechen. Soweit man es rekonstruieren kann, ist es am letzten Wochenende passiert. Im Rustico fehlte nichts, auch die Motorsense ist noch da. Ich habe ordentlich mit Salbei ausgeräuchert, um die bösen Geister zu vertreiben.

Jetzt ist ein Ausflug nach Genua zu Ikea fällig, denn die Fenster sehen ohne Vorhänge recht trist und schwarz am Abend aus. Die Eingangstüre werden wir mit Holzzement ausbessern (der Schließmechanismus funktioniert noch) und auch die alte Tür vom Rustico in Eigenarbeit reparieren. Wir sind ziemlich frustriert und natürlich haben wir auch daran gedacht, die Brocken hinzuwerfen und das Haus zu verkaufen. Das muss sich jetzt erst mal alles setzen, dann sehen wir weiter.

Abgesehen von diesem Ungemach ist es einfach traumhaft schön hier, 25 Grad, aber sehr trocken, sodass wir den ganzen Tag heute damit zugebracht haben, Gartenschläuche hinter uns herzuziehen und Sprenger umzusetzen.

Nebenbei habe ich mal im Internet geschaut, was Alarmanlagen kosten.