Mittwoch, 17. Oktober 2012

Halloween: Nacht der Hexen und Dämonen

Die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November gehört auch in Italien seit etlichen Jahren den Hexen, Vampiren, Untoten und Geistern aller Art. Der US-Import Halloween wurde - obwohl schier
unaussprechlich - erfolgreich dem Kulturkalender einverleibt und feiert fröhliche Urständ´. "Dolcetto o scherzetto" schallt es durch die dunklen Carrugi der Städte und Dörfer
an der Blumenriviera, eine Adaption des Englischen "trick or treat" (etwa: "Süßes, sonst gibt´s Saures"). Wer nicht freiwillig die Taschen der kostümierten Kinder mit Leckereien füllt, kann sich auf etwas gefasst machen.

Wo könnte Halloween, diese Mischung aus Walpurgisnacht, Haberfeldtreiben und Fasching, stimmungsvoller sein, als in Molini di Triora? Das obere Argentina-Tal ist seit Alters her Hexenland. Gruselige Geschichten erzählt man sich in dem ligurischen Bergdorf, wo im Spätherbst die Nebel wabern und man noch heute das korallrote "corno"-Amulett gegen den bösen Blick trägt.

Zu Halloween verwandelt sich das Bergdorf in einen Gruselparcours voller Dämonen und Hexen. Auf dem Programm stehen diesmal Konzerte des Duos Cellobassmetal (21.00 Uhr) und der Metalband Leaves' Eyes (23.00 Uhr), ein Marionetten-Spektakel des Teatro Alegre (20.00 Uhr) und Vorführungen der Jongleure und Feuerzauberer der Associazione Iannàtampé (22.00 Uhr). Den ganzen Tag über kann man auf einem Spaziergang durch die Gassen an Marktständen Süßigkeiten und lokale Produkte probieren.

Ausgehöhlte Kürbisse, Musik und klappernde Skelette auch im historischen Zentrum von Ospedaletti bei der "Notte Macabra" (16.00 - 23.00 Uhr). In Sanremo steigt ein "Simposio Catacombale", ab 20.30 Uhr legt ein DJ auf und es darf getanzt werden. Ab 22.00 Uhr spielen Fox all'Aighesè Rockmusik, ab 22.30 Uhr gehört die Bühne der Gruppe Blah Blah.

An diesem Tag ist eigentlich überall an der Küste und im Hinterland etwas los. Und weil Halloween dieses Jahr auf einen Samstag fällt, wird noch ausgiebiger gefeiert, als sonst.