Samstag, 17. März 2012

Bergfrühling: Da blüht uns was

Das Ligurien der Prospekte und Reiseanbieter ist das Ligurien am Meer. Das Hinterland wird gemessen an seiner Entfernung zum Strand. Ab 10 km von der Küste lassen sich Ferienobjekte schwerer vermieten. Dabei zählen die Seealpen, die nur
wenige Kilometer hinter der Küstenlinie rasch auf über 2000 Meter ansteigen, zu den reizvollsten Landschaften am Mittelmeer überhaupt.


Dass man mittags mit Meerblick Ski fahren und am Nachmittag baden kann, ist so selten, wie vom höchsten Berg Costa Ricas gleichzeitig Atlantik und Pazifik zu sehen. Aber möglich wäre beides, immerhin. Der Regen der letzten Tagen ging ab 800 Höhemetern als Schnee nieder, doch die wenigen Skilifte Liguriens laufen nicht mehr und das Meer ist noch recht frisch.

Der Bergfrühling zeigt sich im Mai von seiner schönsten Seite. Auf den sonnenverwöhnten Hängen des Monte Grammondo dominieren in diesen Tagen die Farben weiß und blau. Noch ist kein Vieh auf den Weiden, Veilchen können sich zu großen Teppichen entfalten.

Der bis zu 1,20 Meter hohe Affodil ist nicht zu übersehen. Eine Rarität ist die Weiße Paradieslilie oder auch Alpen-Paradieslilie genannt.

Auf dem Monte Ceppo blühen Alpen-Vergißmeinnicht, Löwenzahn, Günsel und die fotogene Eibischblättrige Winde. Dazwischen das seltene Bleiche Knabenkraut.

Den Gouta schmücken Veronika und Hornklee, botanisch eher unspektakulär, aber in ihrer Fülle atemberaubend.

Also auf in die Berge. Oft muss man gar nicht weit fahren, um Raritäten zu entdecken, die andernorts in den Alpen längst verschwunden sind.

Was wann wo blüht, erfährt man auf der ausgezeichneten Website A „caccia“ di fioriture sulle Alpi Liguri