Montag, 28. Februar 2011

Pompeo Mariani in Bordighera

Seestück von Mariani
84 Jahre nach seinem Tod gedenkt man in Bordighera des aus Monza stammenden Impressionisten Pompeo Mariani (1857 - 1927). In der Villa des Künstlers in der via Fonatana Vecchia zeigt die Stiftung Pompeo Mariani eine Auswahl seiner Werke. "Il Mediterraneo" heißt die
Zusammenstellung. Bewußt wird damit der Bogen gespannt zur gleichlautenden Ausstellung in Genua, die ebenfalls bis zum 1. Mai läuft.

Mariani liebte die "Città delle Palme", das Meer, das unvergleichliche Licht. 1909 kaufte er ein englisches Cottage, das er nach und nach zu einer Villa aus- und umbaute. Heute nur noch einem eingeweihten Publikum bekannt, war Mariani doch zu seiner Zeit eine echte Größe in der Welt der Kunst. Prominente wie Puccini, Toscanini, Andrew Carnegie und Königin Margherita von Savoyen schauten in seinem Atelier vorbei. Er porträtierte König Umberto und wurde mit Preisen überhäuft.

AusstellungsplakatPompeo Mariani war aber nicht nur ein erfolgreicher Maler, sondern auch ein großer Kunstsammler. Die Stiftung verwahrt und verwaltet über 20.000 Objekte, die er im Laufe seines Lebens erwarb, darunter Werke von Tiepolo, Degas, Corbet, eine bedeutende Sammlung von goldenen und silbernen Tabaksdosen und antike Kunstgegenstände.

Die Räumlichkeiten sind so erhalten, als habe Pompeo Mariani gerade den Pinsel niedergelegt. Sie können besichtigt werden. Das Atelier ist heute Museum.

Im Park, der die Villa umgibt, hatte schon Claude Monet seine Staffelei aufgestellt. Drei Punkte wurden inzwischen ausgemacht, von denen aus er seine berühmten Ausblicke auf Bordighera und Umgebung malte. Solitäre Olivenbäume, viele verschiedene Palmenarten und exotische Pflanzen gedeihen hier. Die Anlage zählt zu den 75 bedeutendsten Gärten Italiens. Ein Grund mehr, die Villa Mariani zu besuchen.

Voranmeldungen für die geführten Besichtigungen werden erbeten unter 0184 265556; Eintritt 7 Euro

Jeden Samstag (bis zum 25. Juli 2011) gibt es jetzt wieder die beliebten Spaziergänge auf Claude Monets Spuren durch Bordighera. Los geht es um 14.45 Uhr vor dem Fremdenverkehrsbüro IAT am Palazzo del Parco. Einfach hingehen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich (Unkostenbeiträg für die Führung in italienischer Sprache: 7 Euro). Der Weg führt durch die Via Romana, vorbei an Villen aus dem 19. Jahrhundert - darunter die Villa Etelinda, die Monet auf mehreren seiner Bilder verewigte - zum Museo Bicknell. Der Spaziergang bringt uns anschließend zur Villa Mariani (siehe oben).